Ergotherapie

Übersicht Behandlungsmethoden

Perfetti

Nach einer Schädigung des zentralen Nervensystems findet bei diesem Konzept Lerenen über bewusste Wahrnehmung von bewegung, Muskelkontraktion und Oberflächensensibilität statt. Durch aktive Denkprozesse, welche zu einer Reorganisation des Nervensystems führen, soll eine Veränderung im Bereich der Muskelkontraktion erfolgen. Der Patient lernt Strategien, die ihm erlauben, erneut so normal wie möglich zu handeln.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen (PMR)

Progressive Muskelrelaxation (PMR) nach Jacobsen ist eine ideale Methode, um effektiv und schnell zu entspannen. Wechselseitige An- und Entspannung einzelner Muskelgruppen führt zu tiefer körperlicher und damit auch geistig-seelischer Entspannung. PMR ist unter Anleitung leicht erlernbar und kann bereits nach den ersten Übungen überall selbstständig durchgeführt werden.

Sensorische Integrationstherapie (SI)

Sensorische Integration (SI) beschreibt den neurologischen Prozess der Aufnahme von Sinnesreizen, deren Weiterleitung im Nervensystem und ihre Deutung durch das Gehirn. Dieser Vorgang ist die Grundlage von Bewegung, Sprache und Lernen und der Schlüssel zu sinnvollem Handeln. In der Therapie werden gezielte Handlungs- und Bewegungsangebote auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder abgestimmt, um die Integration der Basissinne zu fördern und so die Handlungskompetenzen zu verbessern.

E-Technik/Hanke-Konzept

Die evolutionären, genetisch codierten Fortbewegungsmuster, Drehen und Kriechen, dienen dieser Therapie als Basis. Auf entwicklungskinesiologischer Grundlage wird durch Muskeldehnungsimpulse dem Körper die Möglichkeit geboten, angeborene Bewegungsmuster erneut physiologisch zu organisieren. Die patholischen Muster bilden hier nicht die Grundlage zur Rekonstruktion der Bewegungssteuerung.

Warnke-Verfahren

Lern- und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern haben oft ihre ursache in einer auditiven und visuellen Wahrnehmungsverarbeitungsstörung. Fred Warnke entwickelte ein umfassendes Verfahren für die Prüfung und das Training der Automatisierungsdefizite, vor allem der zentralen Hörverarbeitung und -wahrnehmung. Entsprechend seinem Konzept werden mit Geräten die vorhandenen Defizite gezielt trainiert. Ziel ist die Automatisierung der Verarbeitung von Sinnesreizen im Hören, Sehen und in der Motorik durch die bessere Koordination der Hirnhälften.

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